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VITA Georg Baselitz

 

1938
in Deutschbaselitz (Sachsen) am 23. Januar 1938 geboren
Geburtsname: Hans Georg Kern

1956
Beginn des Studiums der Malerei in Berlin (Ost)
Erster Kontakt mit Ralf Winkler (A.R. Penck)

1957
Ausschluß von der Akademie wegen "gesellschaftlicher Unreife". Er wechselt zur Hochschule der Bildenden Künste in Berlin. Sein hauptsächlicher Lehrer wird Hann Trier

seit 1961
Benutzung des Künstlernamens Georg Baselitz

1963
Beendigung des Studiums

1964
Erste Radierungen

1965
Stipendium der Villa Romana, Florenz

1965
Umzug nach Worms

1969
Erstes Bild, bei dem das Motiv auf dem Kopf steht

seit 1975
Er wohnt in der Nähe von Hildesheim; Intensivierung der Freundschaft mit Penck

1977 - 1983
Professur an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe

1983 - 1988
Professur an der HdK in Berlin

1990
Retrospektive in der Kunsthalle Düsseldorf und im Kunsthaus Zürich

1995
Retrospektive im Guggenheim Museum in New York

1996
Retrospektive in der Nationalgalerie, Berlin

2004
Retrospektive in der Kunst- und Ausstellungshalle der BRD, Bonn

2007
Retrospektive in der Royal Academy of Arts, London

Bereits die ersten eigenständigen Bilder zeigen die Stoßrichtung:
Figurative, expressive Malerei, die zu einer Zeit von Informel und lyrischer Abstraktion kaum Chancen hatte. Er setzte sich mit dem Thema der Anamorphose sowie mit der Kunst der Geisteskranken in der Sammlung Prinzhorn auseinander. Die Fraktur-Bilder, waagerecht erteilte, verschobene Figuren, deren bildnerische Aggression sich in der Themenwahl niederschlägt (Jäger, Holzfäller etc.), führen ihn schließlich dazu, die Bildmotive auf den Kopf zu stellen. Das Motiv, durch die Umkehrung weitgehend seiner narrativen Suggestion enthoben, bleibt für ihn notwendig, um nicht der "nebulösen Willkür der abstrakten Malerei" zu verfallen. Es soll die Gesamtstruktur des Bildes bestimmen, den "sinnlichen Prozeß" eröffnen als eine „Auseinandersetzung mit der Materie, mit der Dichte, der Dicke, der Konsistenz der Farben, der Leinwand“ (Baselitz)

Werke von Baselitz hängen u.a. in den Museen von :
Hamburg, Braunschweig, Darmstadt, Köln, Amsterdam, Rotterdam, Paris, Düsseldorf, Berlin, Bonn, Wien, Frankfurt, New York, Riehen/Basel, Kopenhagen, London, New York
Teilnehmer 1972 an der Dokumenta 5, 1977 an der Dokumenta 6 und 1982 an der Dokumenta 7

Literatur (Auswahl):
Georg Baselitz: Retrospektive 1964-1991, München, Wien 1992
Georg Baselitz: Druckgraphik, Prints, Estampes, München 1984
Georg Baselitz: Bilder, Skulpturen, Studien, Katalog Nationalgalerie Berlin, Stuttgart 1996
Georg Baselitz - Malelade, hrsg. von Staatlicher Kunsthalle Karlsruhe, Heidelberg 2004